Gärtnermeister beider Basel in St. Petersburg

28.11.2017

Als Ziel für die diesjährige Verbandsreise haben sich die Gärtnermeister beider Basel St. Petersburg ausgesucht. Ein Besuch, der sich mehr als gelohnt hat.

Am 27. Mai 1703 begann Zar Peter der Gros-se mit dem Aufbau von Erdbastionen auf einer kleinen Insel mitten im Delta der Newa. Seine Gründung nannte er zu Ehren der Heiligen, denen dieser Tag gewidmet war, Peter-Pauls-Festung. Die Gründung der Stadt auf Sumpfgelände nahe dem Meer erfolgte, um den Anspruch Russlands auf Zugang zur Ostsee durchzusetzen. Bis ins 20. Jahrhundert war St. Petersburg die Hauptstadt des Russischen Kaiserreiches. Heute ist sie mit rund 6 Millionen Einwohnern die nördlichste Millionenstadt der Welt, ein europaweit bedeutsames Kulturzentrum und sie beherbergt den wichtigsten russischen Ostseehafen. Die historische Innenstadt mit 2300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist Weltkulturerbe der UNESCO und wird in dieser Hinsicht weltweit nur noch von Venedig übertroffen.

ZAHLREICHE SEHENSWÜRDIGKEITEN

Die Fakten waren dank der Dokumentation durch das Reisebüro Ferieninsel bekannt, die Vorstellungen jedoch teilweise noch etwas unbestimmt. Aber bekanntlich zählt ja der erste Eindruck, und der hätte nicht besser sein können. Die Stadt empfing die Gärtnermeister beider Basel mit schönstem Spätsommerwetter. Getäuscht sah sich, wer postsowjetische Tristesse erwartet hatte. Das Stadtzentrum präsentierte sich sauber und aufgeräumt: kein Abfall und keine unerwünschten Graffiti. Und auf den Strassen waren SUVs alten Ladas zahlenmässig deutlich überlegen.

Über die besichtigten Sehenswürdigkeiten gäbe es viel zu erzählen, aber eine Beschränkung auf drei absolute Highlights muss an dieser Stelle genügen. Der Sommerpalast in Peterhof, rund 25 Kilometer vom Stadtzentrum unmittelbar an der Ostsee, wurde von Peter dem Grossen errichtet und von seinen Nachfolgern ausgebaut. Es gilt als «russisches Versailles», ist seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO und zählt mit eleganten Parkanlagen auf insgesamt 800 Hektaren sowie beeindruckenden Wasserspielen zu den schönsten barocken Ensembles der Welt.

BOTANISCHER GARTEN

Der Katharinenpalast in Puschkin schenkte Peter der Grosse seiner zweiten Gemahlin Katharina I. Diese liess ein kleines Schlösschen errichten, welches ihre Tochter Elisabeth I. zur Sommerresidenz ausbauen liess. Heute beherbergt der Palast unter anderem den Nachbau des legendären Bernsteinzimmers. Der Palast liegt inmitten eines 100 Hektaren grossen Parks mit zahlreichen Pavillons, zierlichen Brücken und Skulpturen. Der Park ist nicht nur eine touristische Sehenswürdigkeit, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel für die Bevölkerung.

Auch der botanische Garten mit angrenzendem Park wurde unter Peter dem Grossen angelegt. Besonders sehenswert sind das im viktorianischen Stil erbaute Tropenhaus und die Orangerien mit mehreren tausend Pflanzen. Für die Organisation geht ein herzlicher Dank an Anselmo Renz und Caspar Kerdijk. Auf die nächste Reise darf man schon heute gespannt sein.