Nichtberufsunfall – Keine Ablenkung beim Schneesport

12.12.2017

1 060 000 Menschen verunfallen jährlich. 80 000 davon sind Unfälle im Strassenverkehr und 410 000 davon sind Sportunfälle. Der grösste Teil der Unfälle – 570 000 pro Jahr – ereignet sich in Haus und Freizeit – beispielweise beim Wintersport. Die KMU-Kollektivlösung Arbeitsschutz gibt Tipps.

Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung setzt sich im öffentlichen Auftrag für die Sicherheit ein. Als Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention forscht sie in den Bereichen Strassenverkehr, Sport sowie Haus und Freizeit und gibt ihr Wissen durch Beratungen, Ausbildungen und Kommunikation an Privatpersonen und Fachkreise weiter.

UNAUFMERKSAMKEIT DURCH MUSIKHÖREN UND FILMEN

Videokameras, MP3-Player und Smartphones sind populär. Auch bei der Ausübung von verschiedenen Sportarten werden sie immer häufiger benutzt. Nicht ohne Risiko: Untersuchungen zum Musikhören beim Radfahren zeigten auf, dass die Umgebungsgeräusche überhört, die  Reaktionszeiten verlängert und drohende Gefahren erst verzögert wahrgenommen werden.

Beim Schneesport kann auch der Einsatz von Helmkameras das Unfallrisiko erhöhen: Einerseits kann der Fahrer abgelenkt sein, indem er mit seiner Kopfhaltung die Kameraführung steuert, anstatt in Fahrtrichtung zu schauen. Andererseits können Kameras dazu verleiten, grössere Risiken einzugehen. Eine Helmkamera kann die Verletzungsgefahr insofern noch erhöhen, als sie bei einem Sturz auf den Kopf als Hebelarm wirkt und damit die auf den Kopf einwirkenden Kräfte erhöht.

TIPPS

  • Verzichten Sie beim Schneesporttreiben aufs Musikhören, da es die Reaktionszeit verlängert.
  • Zugunsten der Sicherheit sollten Sie vom Gebrauch von Helmkameras im Sport absehen.
  • Passen Sie Geschwindigkeit und Fahrweise Ihren Fähigkeiten an, auch wenn Sie gefilmt werden beziehungsweise selber filmen.
  • Wenn Sie zu Ausbildungszwecken filmen, dann möglichst stationär und am Rand von Pisten.

Achten Sie – auch in der Freizeit – auf Ihre Sicherheit!

Ihre KMU-Kollektivlösung Arbeitsschutz

Quelle: Beratungsstelle für Unfallverhütung