Neujahrsempfang 2019 des Gewerbeverbandes Basel-Stadt

11.01.2019

Rund 1000 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung nahmen am traditionellen Neujahrsempfang des Gewerbeverbandes Basel-Stadt im Theater Basel teil. In den Neujahrsansprachen standen die Vielfalt und fortschrittliche Projekte im Zentrum, welche im laufenden Jahr verteidigt werden müssen. Vor dem Netzwerkapéro kamen die Gäste in den Genuss einer exklusiven Kostprobe aus der Opernproduktion «Spuk in der Villa Stern», die am 26. Januar Premiere feiern wird.

PLÄDOYER FÜR VIELFALT, FORTSCHRITT UND TOLLE PROJEKTE

Auf der Grossen Bühne des Theater Basel begrüsste Gewerbepräsident Marcel Schweizer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den besten Wünschen für ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. In seiner Ansprache sagte er: «Lassen wir uns im neuen Jahr nicht von Verhinderern blockieren. Kämpfen wir gemeinsam für die Vielfalt, den Fortschritt und tolle Projekte.»

Er betonte dabei insbesondere die Wichtigkeit der Volksabstimmung über die kantonale Umsetzung der Steuervorlage 17 vom 10. Februar. «Die Wirtschaft steht hinter diesem Basler Kompromiss, auch wenn die Zugeständnisse beträchtlich sind», sagte Schweizer. Um die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung in der Region zu halten, brauche es ein Ja zur SV 17. Am meisten profitieren würde die Allgemeinheit, die zukünftig mehr Geld zur Verfügung hat. «Wir hoffen, dass sich die Bevölkerung auch daran erinnert, wer die höheren Kinder- und Familienzulagen finanziert. Nicht Zalando oder Marktkauf, sondern unsere hier ansässigen Unternehmen.»

Gewerbepräsident Schweizer plädierte auch für ein Ja zur gemeinsamen Gesundheitsregion inklusive Spitalfusion. Weiter betonte er den Nutzen und den Mehrwert des Projekts Ozeanium des Zoo Basel für die Bevölkerung und den Tourismusstandort Basel. Zudem wies Marcel Schweizer auf das Engagement des Gewerbeverbandes Basel-Stadt für Stellensuchende 50plus hin. Am 9. April 2019 findet zum zweiten Mal die Stellenkontaktbörse 50plus statt. «Auch bei älteren Arbeitnehmenden müssen wieder die Fähigkeiten und Ressourcen im Vordergrund stehen», sagte Schweizer.

ABSTIMMUNG ÜBER «ZÄMME BESSER»-INITIATIVEN

2019 wird ausserdem ein Jahr der wichtigen verkehrspolitischen Weichenstellungen. Gewerbedirektor Gabriel Barell lobte beispielsweise das längerfristige Ziel eines Westrings, um die Stadt und die Agglomerationsgemeinden vom Durchgangsverkehr zu entlasten; eine überzeugende Idee der Regierungen beider Basel und des Bundesamts für Strassen. Doch es gibt bereits Widerstand aus dem politisch linken Lager, welches einen Planungsstopp und ein Denkverbot fordert. «Das ist für mich realitätsfern und ich finde diese Verhinderer-Mentalität befremdend», sagt Gewerbedirektor Barell.

In diesem Jahr werden auch die beiden Initiativen «Parkieren für alle Verkehrsteilnehmer» und «Zämme fahre mir besser!» zur Abstimmung kommen. Gabriel Barell plädierte für ein Miteinander in der Verkehrspolitik. «Es braucht ausreichend Parkiermöglichkeiten für motorisierte und velofahrende Verkehrsteilnehmer», sagte Barell mit Blick auf die erste Initiative. Zudem würde mit einem Ja der rasante Abbau von Parkierangeboten gestoppt. Die zweite Initiative «Zämme fahre mir besser» fordert ein Ende des gegeneinander Ausspielens der verschiedenen Verkehrsarten. Sprich: Eine Förderung aller Verkehrsarten und einen Verzicht auf die gesetzlich vorgeschriebene Reduktion des motorisierten Verkehrs um zehn Prozent. Der Regierungsrat hat kurz vor Weihnachten einen Gegenvorschlag präsentiert. Dieser sieht erfreulicherweise den Verzicht auf das Reduktionsziel vor. «Aber es geht um mehr», sagt Gewerbedirektor Gabriel Barell. Andere Änderungen scheinen die bisherige, einseitige Verkehrspolitik zementieren zu wollen. «Es ist Zeit für eine ausgewogene Verkehrspolitik, das haben die jüngsten Abstimmungsresultate zu Verkehrsfragen gezeigt.»

ELEKTROMOBILITÄT FÖRDERN

Weiter stellte Gabriel Barell auch das Projekt «Wirtschaft unter Strom» vor, das der Gewerbeverband Basel-Stadt zusammen mit dem Amt für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Stadt und IWB aufgegleist hat. Dieses läuft bis 2022 und will die Verwendung von Elektrofahrzeugen in Unternehmen deutlich erhöhen (siehe Medienmitteilung vom 10.01.2019). In Basel-Stadt ansässige Unternehmen können Elektrofahrzeuge für eine Woche kostenlos testen und zu einem reduzierten Preis kaufen.

KÜNSTLERISCHES HIGHLIGHT UND NETZWERKAPÉRO

Im Namen des Hauptsponsors Basler Kantonalbank wünschte interims-CEO Simone Westerfeld den rund 1000 Gästen ein gutes neues Jahr. Sie betonte in ihrem Grusswort die Stärken unserer KMU, welche sich unter anderem durch Exzellenz, Pragmatismus und Flexibilität auszeichnen würden. Die Basler Kantonalbank unterstrich die Bedeutung der KMU mit einem unterhaltsamen Kurzvideo.

Zum weiteren Programm gehörten eine kurze Begrüssung des Hausherrn, Theaterdirektor Andreas Beck, sowie eine exklusive Kostprobe aus der Produktion «Spuk in der Villa Stern», welche am 26. Januar 2019 Premiere feiern wird. Nach dieser künstlerisch hochstehenden Darbietung von Opernsängerin Noëmi Nadelmann, Chansonnier Michael von der Heide und Ensemblemitglied Karl-Heinz Brandt genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Apéro im Foyer des Theaters mit zahlreichen anregenden Gesprächen.

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