ETAVIS Kriegel+Schaffner AG bekennt sich zu Basel-Stadt

12.02.2019

Das Elektroinstallations- und Gebäudetechnikunternehmen ETAVIS Kriegel+Schaffner AG hat die Firmengebäude auf dem Dreispitz gekauft und bleibt dem Standort Basel-Stadt treu. Warum dies für das Unternehmen wichtig ist, erklärt Andreas Fiechter, operativer Leiter Region Nord, im Interview.

«kmu news»: Jedes Jahr ziehen doppelt so viele Unternehmen aus Basel-Stadt in andere Kantone als umgekehrt zuziehen. Sie haben die Firmengebäude gekauft und bleiben in Basel-Stadt. Warum ist das wichtig für Ihr Unternehmen?
Andreas Fiechter: Dass Unternehmen wegziehen, hat verschiedene Ursachen, zum Beispiel die Verdichtungstendenz in Basel-Stadt oder die Mobilitätsbedürfnisse der Firmen. Wir konnten nun unsere Firmenliegenschaften auf dem Dreispitzareal kaufen. Für unser Unternehmen ist der Standort Basel-Stadt sehr wichtig. ETAVIS Kriegel+Schaffner AG wurde 1925 gegründet und hat seine Wurzeln in Basel. Ebenso ist unsere Kundschaft mehrheitlich in Basel-Stadt. Für die Servicequalität sind kurze Wege unverzichtbar.

Haben Sie auch andere Standorte geprüft?
Ja, wir wussten, dass der bestehende Mietvertrag 2020 ausläuft. Deshalb haben wir auch andere Standorte angeschaut, zum Beispiel Stücki, Lysbüchel oder das Sauter-Areal. Aber es wäre schwierig geworden, insbesondere was die ausreichende Anzahl Parkplätze betrifft. Deshalb sind wir glücklich, dass wir am bestehenden Standort eine Lösung gefunden haben. Toll ist auch, dass wir nun selber energetische und Smart-Office-Projekte umsetzen können, welche wir der Kundschaft anbieten. Das würden wir nicht machen, wenn die Gebäude nicht uns gehören würden.

Aufgrund von Material- und Werkzeugtransporten sind unsere Mitarbeitenden auf Fahrzeuge angewiesen. Standorte mit so vielen Parkmöglichkeiten in Basel sind sehr selten.

Sie haben das Thema Parkplätze angesprochen. Welches sind Ihre Anforderungen an einen Unternehmensstandort?
Am Standort Nord von ETAVIS Kriegel+ Schaffner AG beschäftigen wir rund 900 Mitarbeitende. 400 sind Pendlerinnen und Pendler. Das heisst, die Verkehrsanbindung ist zentral. Wir motivieren unsere Mitarbeitenden, mit dem Öffentlichen Verkehr zu kommen; zum Beispiel mit dem Jobticket für den ÖV. Aber wir haben auch 100 Serviceautos. Aufgrund von Material- und Werkzeugtransporten sind unsere Mitarbeitenden auf Fahrzeuge angewiesen. Standorte mit so vielen Parkmöglichkeiten in Basel sind sehr selten. Übrigens ist es unser Ziel, die Fahrzeugflotte grösstenteils auf E-Mobilität umzurüsten.

Auf dem Dreispitz sind grosse Entwicklungen geplant, zum Beispiel 160 Meter hohe Bauten von Herzog und de Meuron mit 800 Wohnungen. Auch ein Teil der Universität soll auf den Dreispitz kommen. Was sind Ihre Forderungen an die Entwicklung des Areals?
Die Trennung von Wohnen im Norden und Gewerbe im Süden ist wichtig. Natürlich birgt die Entwicklung gewisse Unsicherheiten. Aber es gibt auch viele Chancen. So hat es auf dem Areal derzeit ein Unterangebot an Gastronomie. Mit der Verdichtung wird das Areal auch aufgewertet, davon profitieren auch unsere Mitarbeitenden.

ETAVIS Kriegel+Schaffner AG bildet über 160 Lernende aus. Was ist Ihr Ansporn für dieses grosse Commitment?
Wir sind überzeugt, dass die Schweiz gut und kompetent ausgebildete Fachkräfte braucht. Damit stellen wir auch den eigenen Bedarf sicher. 70 bis 80 Prozent der Lernenden können wir nach dem Abschluss weiterbeschäftigen. Das gehört zu unserer Unternehmenskultur.

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