Lernende informieren Schüler

11.04.2019

Rent-a-Stift ist eine praxisorientierte Ergänzung zum normalen Berufswahlunterricht. In Schulklassen berichten Lernende von ihrer Ausbildung. Die «kmu news» haben Projektleiterin Katja Schilder interviewt.

 

«kmu news»: Warum soll sich ein Lernender zusätzlich zu seiner Ausbildung auch noch beim Projekt Rent-a-Stift engagieren?
Katja Schilder: Weil er oder sie hier die Chance erhält, neue Erfahrungen zu sammeln. Deshalb melden sich die Lernenden bei uns, und wir haben 2019 bereits wieder 39 Botschafterinnen und Botschafter für die Berufslehre ausgebildet. Diese lernen bei uns auch neue Fähigkeiten, die den jungen Menschen bei ihrer weiteren Karriere helfen.

Was für Fähigkeiten sind das?
Die Lernenden werden während jeweils zwei Tagen auf ihre Einsätze in der Volksschule vorbereitet. In diesem Jahr haben wir bei der Schulung einen noch grösseren Fokus auf die Auftrittskompetenz gelegt. Das heisst, die Jugendlichen lernen, sich zu präsentieren, vor Personen zu sprechen und sich klar sowie authentisch auszudrücken. Das ist eine Fähigkeit, die man im Berufsalltag auch sonst gut gebrauchen kann.

Aus welchen Branchen kommen die Lernenden, die sich bei Rent-a-Stift melden?
Das ist sehr unterschiedlich, praktisch alle Berufsrichtungen sind vertreten. Vom Metallbauer über die Interactive Media Designerin bis zur Malerin und zum kaufmännisch Lernenden. Wichtig ist einfach, dass sie Lust haben, neue Erfahrungen zu sammeln, und dass sie gerne von ihrem Berufsalltag zu erzählen.

Kommt diese Berufsinformation in der Volksschule zu kurz?
Das würde ich nicht unbedingt sagen. Aber unser Projekt ist eine praxisnahe Ergänzung des normalen Berufswahlunterrichts. Denn die Lernenden sprechen auf Augenhöhe zu den Schülerinnen und Schülern; in deren Sprache. Sie können ein Vorbild für die Schülerinnen und Schüler sein und machen so Werbung für die Berufslehre.

Haben die Lehrbetriebe auch etwas davon, wenn ihre Lernenden bei Rent-a-Stift mitmachen?
Ja. Nur schon deswegen, weil alle KMU ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler den Weg in die Berufsausbildung finden. Konkret ist es für die Ausbildungsbetriebe aber auch eine Chance, motivierte und talentierte Lernende zu fördern und ihnen so eine neue Erfahrung zu ermöglichen. Für Lehrbetriebe und Lernende fallen keine Kosten an. Aber die Einsätze und die zwei Schulungstage finden während der Arbeitszeit statt. Maximal sind fünf halbtägige Einsätze in den Schulklassen geplant.

Hinweis: Anmeldungen sind ab Mitte September möglich.

Kontakt

Rent-a-Stift ist ein gemeinsames Projekt des Gewerbeverbandes und der Volksschule Basel-Stadt. Gerne informiert Sie Projektleiterin Katja Schilder persönlich:

Telefon 061 227 50 74
E-Mail k.schilder@gewerbe-basel.ch

Weitere Informationen finden
Sie unter: www.gewerbe-basel.ch/rent-a-stift