«Spray-Out»: Enttäuschendes Verhalten des BVD

25.01.2017

Der Gewerbeverband Basel-Stadt ist sehr enttäuscht, dass das Bau- und Verkehrsdepartement trotz gegenteiliger Versprechungen die bewährte gemeinsame Aktion «Spray-Out» mit dem Malermeisterverband Basel-Stadt einseitig beendet hat. Das neue System wird für Hausbesitzer und Betriebe zu mehr Aufwand und für den Kanton Basel-Stadt zu höheren Fallkosten führen.

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fokusperimeter_kleinbasel_fotos 006 Schnell und professionell beseitigt.

Die Aktion «Spray-Out» war eine Erfolgsgeschichte. Hausbesitzer konnten Sprayereien an ihren Liegenschaften schnell, günstig und unkompliziert entfernen lassen. Eine vom Malermeisterverband Basel-Stadt betriebene Koordinationsstelle sorgte bisher für eine professionelle Auftragserledigung mit minimalem Aufwand. Dieses System hat sich bestens bewährt. Nun hat das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) entschieden, diese Zusammenarbeit nicht weiterzuführen. Künftig müssen die Hausbesitzer selber den Schaden beurteilen und beheben lassen.

NEGATIVE KONSEQUENZEN

Der Gewerbeverband Basel-Stadt ist enttäuscht, dass das BVD die Zusammenarbeit einseitig beendet hat. Umso mehr, als dass die Verantwortlichen stets zugesichert hatten, eine einvernehmliche Lösung suchen zu wollen.

Der Verzicht auf eine Koordinationsstelle wird negative Konsequenzen für alle haben:

  • Sprayereien werden künftig weniger schnell oder gar nicht mehr beseitigt, weil der Aufwand für den Hausbesitzer steigt. Er muss den Schaden melden, Firmen für Offerten einladen, den Schaden dokumentieren, die Beseitigung überwachen, die Beseitigung dokumentieren, die Kosten vorstrecken sowie den Antrag an das BVD einreichen;
  • Bei Betrieben wird viel Leerlauf produziert, weil der Entscheid für Laien schwierig ist, ob ein Maler oder ein Steinreiniger die Arbeiten ausführen muss. Darum werden Firmen für Offerten von Arbeiten angefragt, die sie gar nicht ausführen können;
  • Durch unsachgemässe Arbeiten werden Schäden entstehen, weil nicht mehr sichergestellt ist, dass die Arbeiten von einem Fachbetrieb durchgeführt werden;
  • Die Kosten pro Fall werden steigen.

LÖSUNG MIT FINANZKONTROLLE BESPROCHEN

Das BVD wurde deutlich auf die Nachteile aufmerksam gemacht. Zudem ist die Behauptung der Verantwortlichen im BVD, die Koordinationsstelle sei wegen einer Intervention der Finanzkontrolle nicht mehr möglich, falsch. Dies hat ein direktes Gespräch mit der Finanzkontrolle ergeben. Auch darüber wurde das BVD informiert.