«Frauenstreik» 14. Juni 2019: Das müssen Sie als Arbeitgeber wissen

04.06.2019

Gewerkschaften und anderen Gruppierungen haben für den 14. Juni unter dem Begriff «Frauenstreik» zu einem Aktionstag für Gleichstellung aufgerufen. Dies löst bei vielen Unternehmen Fragen aus, wie sie damit umgehen sollen. Sollen Sie Ihren Mitarbeiterinnen eine Teilnahme auf Arbeitszeit ermöglichen oder eine Teilnahme untersagen? Weder das Eine oder Andere ist sinnvoll.

Diverse Branchenverbände und Kantone empfehlen folgende Regelung:

  • Eine Teilnahme am Aktionstag muss in der Freizeit erfolgen (Bezug von Überzeit oder Ferien)
  • Die Teilnahme muss vorgängig mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden.

Wichtig ist auch, dass Sie darauf hinweisen, dass es sich um einen Aktionstag handelt und nicht um einen Streik. Diese Unterscheidung ist auch im Interesse der Arbeitnehmerverbände sowie der Gewerkschaften wichtig. Denn ein Streik ist eine Kampfmassnahme und wird in Branchen, in denen ein Gesamtarbeitsvertrag existiert, als Verletzung der Friedenspflicht gewertet. Die Pflichten, die mit einem Gesamtarbeitsvertrag auch für die Mitarbeitenden einhergehen, müssen also auch am 14. Juni 2019 eingehalten werden.

EMPFEHLUNG

Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden aktiv über den Aktionstag vom 14. Juni 2019. Weisen Sie darauf hin, dass eine Teilnahme vorgängig mit dem Arbeitgeber respektive der vorgesetzten Person abgesprochen werden muss, damit allenfalls eine Stellvertretungslösung organisiert werden kann. Zudem erfolgt eine Teilnahme grundsätzlich in der Freizeit und kann nicht als Arbeitszeit aufgeschrieben werden. Wenn diese Grundsätze befolgt werden, hat eine Teilnahme am Aktionstag «Frauenstreik» keine negativen Konsequenzen für die Mitarbeitenden und das Unternehmen.