Erwerbsausfallsentschädigung für Selbstständige

02.04.2020

Selbständigerwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Eine Entschädigung ist bei Schulschliessungen, ärztlich verordneter Quarantäne sowie bei Schliessung eines selbständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes vorgesehen.

Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden, weil ihre Engagements wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus annulliert werden oder weil sie einen eigenen Anlass absagen müssen.

Die Entschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne oder mit Betreuungsaufgaben ist auf 10, respektive 30 befristet.

Für die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wenden Sie sich bitte an Ihre AHV-Ausgleichskasse.

Weitere Informationen und Anmeldeformular der AK40

ZUSÄTZLICHE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN FÜR SELBSTÄNDIGE DES KANTONS BASEL-STADT

Der Kanton leistet zusätzliche Unterstützungsleistungen für diejenigen selbständig Erwerbenden, welche die Voraussetzungen des Bundes nicht erfüllen, aufgrund der Corona-Krise dennoch nachweislich einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben bzw. weiterhin erleiden. Es sind dies all jene Betriebe, die nicht behördlich geschlossen wurden – und deren Inhaber auch keine jungen Kinder betreuen – sich aber dennoch mit einem starken Nachfrageeinbruch konfrontiert sehen. Im Vordergrund stehen dabei selbstständige Erwerbende aus den Gesundheitsberufen, aber auch inhabergeführte Gewerbebetriebe oder selbstständige Taxifahre. Die Leistungen werden dem kantonalen Fonds zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit entnommen. Dafür steht ein maximaler Betrag von 20 Millionen Franken zu Verfügung. Die kantonalen Leistungen werden in Umfang und Abwicklung analog der Erwerbsersatzleistungen des Bundes ausgestaltet (siehe oben). Der Regierungsrat hat dazu eine entsprechende Verordnung erlassen. Sie tritt am 1. April 2020 in Kraft und gilt bis zum 31. Mai 2020.

Alle weiteren Informationen sowie das Antragsformular finden Sie hier.

ZUSÄTZLICHE SOFORTHILFE IM KANTON BASELLAND

Selbständigerwerbende im Kanton Baselland, die von der Krise betroffen sind, erhalten rasch und unbürokratisch eine nicht rückzahlbare Soforthilfe. Die Soforthilfe setzt sich aus einem fixen Beitrag von 7’500 Franken sowie einem variablen Beitrag von 250 Franken pro im Unternehmen arbeitende Person zusammen. Maximal werden pro Unternehmen 10’000 Franken ausbezahlt, mit welcher die KMU bei der Deckung übriger Kosten (Miete, Pacht, Energie, d.h. Gas, Wasser und Strom, Versicherungen, Kapitalkosten etc.) geholfen werden sollen. Diese kantonalen Soforthilfen müssen nicht zurückbezahlt werden.

Weitere Informationen zur Soforthilfe im Kanton Baselland finden Sie hier.