Hilfe für Ausbildungsbetriebe

02.04.2020

Ausbildungsbetriebe, welche aufgrund der staatlichen Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten geraten und deren Lehrverhältnisse dadurch bedroht sind, können ausbezahlte Bruttolöhne an die Lernenden sowie Kosten für überbetriebliche Kurse geltend machen. In der Regel wird eine Voranmeldung auf Kurzarbeit verlangt, aber auch ohne entsprechende Bewilligung ist eine Unterstützung möglich. Eine solche Überbrückung kann längstens bis Juli 2020 andauern.

Hierzu hat der Kanton Basel-Stadt eine ausserordentliche Erhöhung des Fonds zu Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (Krisenfonds) im Umfang von fünf Millionen Franken beschlossen. Diese Mittel dienen vorerst der Finanzierung von Löhnen und anderen Ausbildungskosten von Lernenden in Betrieben, die vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind.

Weitere Informationen und Antragsformular auf der Website des AWA

Im Kanton Baselland hat der Regierungsrat beschlossen, dass die Löhne der Lernenden von Ausbildungsbetrieben, die sich in Kurzarbeit befinden, für die Monate März bis Juli 2020 im Umfang von 5 Millionen Franken vom Kanton übernommen werden.

Weitere Informationen auf der Website des KIGA

WEITERE HERAUSFORDERUNGEN FÜR AUSBILDUNGSBETRIEBE

  • «Distance Learning»: Seit dem 16. März 2020 darf bis auf weiteres kein Präsenzunterricht mehr in den Schulen und den überbetrieblichen Kursen stattfinden. Die Berufsfachschulen und die Lernenden im Tertiär-B-Bereich nutzen seit dem 23. März Möglichkeiten des „distance learnings“ (Fernunterrichts)
  • Qualifikationsverfahren (Lehrabschlussverfahren): Die Berufslernenden sollen trotz Corona-Virus wie in den Vorjahren ihren Lehrabschluss mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis respektive einem eidgenössischen Berufsattest realisieren können. Dies gilt auch für die Berufsmaturität. Die Verbundpartner (Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt) suchen nach entsprechenden branchenbezogenen Lösungen. Der Gewerbeverband Basel-Stadt ist als Organisator der QV in Basel-Stadt an vorderster Front mit dabei.
  • Ruhende Lehrverträge: Wo eine Weiterführung der betrieblichen Ausbildung im Moment nicht möglich ist (beispielsweise, wenn ein Geschäft nicht öffnen kann), können die Lehrverträge vorübergehend ruhen. Das heisst für beide Parteien, dass fast alle vertraglichen Verpflichtungen in dieser Zeit nicht eingehalten werden müssen. Die Verpflichtung zur Lohnzahlung ist davon ausgenommen. Ein ruhendes Lehrverhältnis kann sofort und unbürokratisch wieder aktiviert werden, wenn die Situation dies zulässt.