Kurzarbeitsentschädigung

02.04.2020

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen können aufgrund des Erwerbsausfalls Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Dann bezahlt die Arbeitslosenversicherung 80 Prozent des Verdienstausfalls der betroffenen Mitarbeitenden. So soll ein Arbeitsplatzabbau verhindert werden. Der Bedarf ist enorm. Das SECO und die kantonalen Stellen verzeichnen einen noch nie dagewesenen Anstieg der Kurzarbeit-Gesuche.

FORDERUNGEN DER WIRTSCHAFT BERÜCKSICHTIGT

Der Gewerbeverband Basel-Stadt und andere Wirtschaftsverbände haben auf die Vereinfachung und Ausweitung der Kurzarbeitsentschädigung gepocht. Diesen Forderungen kommt der Bundesrat wie folgt nach:

  • Die Möglichkeit der Kurzarbeitsentschädigung wird neu auf Temporärangestellte, Inhaber, Lernende, Gesellschafter oder Angestellte im Stundenlohn ausgeweitet.
  • Die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit wird aufgehoben.
  • Die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit wird von 3 auf 6 Monate verlängert. Damit kann die Anzahl Gesuche minimiert und somit das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden.
  • Das Anmeldeverfahren wird vereinfacht.

SO GEHEN SIE VOR

Füllen Sie die Voranmeldung Ihres Standortkantons aus und reichen Sie diese beim AWA Basel-Stadt beziehungsweise beim KIGA Baselland ein. Tun Sie dies sorgfältig und vollständig, um Nachfragen zu vermeiden und die Abwicklung zu beschleunigen. Die kantonalen Stellen sind bemüht, die enorme Anzahl der Gesuche so speditiv wie möglich zu bearbeiten. Die Auszahlung der Gelder erfolgt rückwirkend auf den Zeitpunkt, an dem die Kurzarbeit effektiv eingetreten ist.

ZUSÄTZLICHE SOFORTHILFE IM KANTON BASELLAND

Baselbieter Unternehmen in Kurzarbeit, die von der Krise betroffen sind, erhalten rasch und unbürokratisch eine nicht rückzahlbare Soforthilfe. Die Soforthilfe setzt sich aus einem fixen Beitrag von 7’500 Franken sowie einem variablen Beitrag von 250 Franken pro im Unternehmen arbeitende Person zusammen. Maximal werden pro Unternehmen 10’000 Franken ausbezahlt, mit welcher die KMU bei der Deckung übriger Kosten (Miete, Pacht, Energie, d.h. Gas, Wasser und Strom, Versicherungen, Kapitalkosten etc.) geholfen werden sollen. Diese kantonalen Soforthilfen müssen nicht zurückbezahlt werden.

Weitere Informationen zur Soforthilfe im Kanton Baselland finden Sie hier.