Kredite, Erwerbsausfall, Entschädigungen

25.05.2020

Geschäftsmieten

Der Grosse Rat hat 18 Millionen Franken für Corona-Mietzinshilfen an Basler Geschäfte bewilligt. Der Gewerbeverband Basel-Stadt unterstützt das beschlossene Dreidrittel-Modell, welches die Kosten gleichmässig auf Vermieter, Mieter und öffentliche Hand verteilt. Weitere Informationen sowie die notwendigen Formulare (Einigungsvereinbarung und Antragsformular) dazu finden Sie auf der Website des Finanzdepartments.

Kurzarbeit

  • Allgemein: Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen können aufgrund des Erwerbsausfalls Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Dann bezahlt die Arbeitslosenversicherung 80 Prozent des Verdienstausfalls der betroffenen Mitarbeitenden. So soll ein Arbeitsplatzabbau verhindert werden.
  • Forderungen erfüllt: Der Gewerbeverband Basel-Stadt hat auf die Vereinfachung und Ausweitung der Kurzarbeitsentschädigung gepocht. Diese Forderungen wurden erfüllt. Unter anderem mit der Ausweitung der Bezugsgruppen auf Temporärangestellte, Inhaber, Lernende, Gesellschafter, Angestellte auf Abruf oder Angestellte im Stundenlohn sowie mit einem vereinfachten Anmeldeverfahren.
  • So gehen Sie vor: Füllen Sie die Voranmeldung Ihres Standortkantons aus und reichen Sie diese beim AWA Basel-Stadt beziehungsweise beim KIGA Baselland ein. Tun Sie dies sorgfältig und vollständig, um Nachfragen zu vermeiden und die Abwicklung zu beschleunigen. Die Auszahlung der Gelder erfolgt rückwirkend auf den Zeitpunkt, an dem die Kurzarbeit effektiv eingetreten ist. Detaillierte Informationen zur Kurzarbeit finden Sie auch auf der Website des SECO.
  • Am 20. Mai teilte der Bundesrat mit, dass das Kurzarbeitsspezialregime stufenweise wieder zurückgefahren wird:
    • Für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner und Partnerinnen entfällt der ausserordentliche Anspruch auf Kurzarbeit auf Ende Mai. Dann fällt auch die Erwerbsausfall-Unterstützung für direkt oder indirekt betroffene Selbständigerwerbende.
    • Per Ende Mai erlischt auch der Anspruch auf Kurzarbeit für Lernende. Im Vordergrund steht hier eine möglichst rasche Fortsetzung der Ausbildung.
    • Weiter wird auch die Voranmeldefrist wieder eingeführt. Diese war aufgehoben worden, da die verordneten Einschränkungen für Unternehmen nicht vorhersehbar waren. Unternehmen, für welche Kurzarbeit bereits bewilligt wurde, müssen wegen dieser Anpassung aber kein neues Gesuch einreichen.
    • Die übrigen notrechtlichen Massnahmen enden wie vorgesehen per 31. August 2020 mit dem Ablauf der Verordnung über Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Überbrückungskredite

  • Der Bund stellt 40 Milliarden Franken als Bürgschaften für Überbrückungskredite zur Verfügung. Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Not geraten, wenden sich an ihre Hausbank. Die Solidarbürgschaft des Bundes ist auf 5, in Ausnahmefällen auf 7 Jahre beschränkt.
  • So funktioniert es: Betroffene Unternehmen können Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10% ihres Jahresumsatzes bis maximal 20 Millionen Franken von ihren jeweiligen Banken beantragen. Gewisse Minimalkriterien sind zu erfüllen, insbesondere muss die Unternehmung erklären, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie wesentliche Umsatzeinbussen erleidet. Bis zu 500’000 Franken werden Kredite unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100% vom Bund abgesichert. Der Zinssatz ist fürs 1. Jahr auf null Prozent festgelegt.
  • Auch auf kantonaler Ebene erhalten Unternehmen die Möglichkeit, Überbrückungskredite zu Vorzugskonditionen aufzunehmen. Der Kanton Basel-Stadt übernimmt für die durch Banken gewährten Kredite Bürgschaften bis zu einem Gesamtbetrag von 50 Millionen Franken. Die Unternehmen sind gebeten, sich hierfür an ihre Hausbank zu wenden. Anträge können im Zeitraum vom 25. März 2020 bis 31. Juli 2020 eingereicht werden. Die Programme des Bundes und des Kantons Basel-Stadt verfolgen dasselbe Ziel und ergänzen sich. Bitte konsultieren Sie ihre Hausbank, welches Angebot in Ihrer spezifischen Situation besser geeignet ist.

Unterstützungsmassnahmen für Start-ups:

Der Bundesrat hat am 22. April 2020 beschlossen, das bereits bestehende Bürgschaftswesen für KMU für die Unterstützung von Startups zu nutzen.

Erwerbsausfallentschädigung:

  • Selbstständigerwerbende, die aufgrund der behördlichen Massnahmen Verluste erlitten haben, können Entschädigungen geltend machen. Je nach Art der Selbständigkeit und Unternehmensform gibt es verschiedene Ansprechpartner. Eine Auflistung und eine Vorgehensanleitung finden Sie auf der Website des Amts für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt.