Für Ausbildungsbetriebe

09.07.2020

Finanzielle Unterstützung

  • Ausbildungsbetriebe, welche aufgrund der staatlichen Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten geraten und deren Lehrverhältnisse dadurch bedroht sind, können ausbezahlte Bruttolöhne an die Lernenden sowie Kosten für überbetriebliche Kurse geltend machen. In der Regel wird eine Voranmeldung auf Kurzarbeit verlangt, aber auch ohne entsprechende Bewilligung ist eine Unterstützung möglich. Eine solche Überbrückung kann längstens bis Juli 2020 andauern.
  • Hierzu hat der Kanton Basel-Stadt eine ausserordentliche Erhöhung des Fonds zu Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (Krisenfonds) im Umfang von fünf Millionen Franken beschlossen. Diese Mittel dienen vorerst der Finanzierung von Löhnen und anderen Ausbildungskosten von Lernenden in Betrieben, die vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind
  • Im Kanton Baselland hat der Regierungsrat beschlossen, dass die Löhne der Lernenden von Ausbildungsbetrieben, die sich in Kurzarbeit befinden, für die Monate März bis Juli 2020 im Umfang von 5 Millionen Franken vom Kanton übernommen werden.

Kurzarbeit für Lernende:

  • In Abstimmung mit der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft, hat der der Bundesrat am 20. Mai 2020 auch den schrittweisen Ausstieg aus den COVID-Massnahmen der Ar-beitslosenversicherung beschlossen. Gleichzeitig hat das SECO die Arbeitsämter über die Handhabung von Kurzarbeit und Kurzarbeitsentschädigung informiert, die die beruflichen Grundbildungen betreffen. Weitere Informationen zu diesem Thema.
  • Der Kanton Basel-Stadt unterstützt noch bis Ende Juli Betrieb mit bedrohten Lehrverhältnissen (LINK). Zudem hat der Grosse Rat am 3. Juni 4 Millionen Franken beschlossen, um Ausbildungsbetriebe zu unterstützen, nachdem Ende Mai die Kurzarbeitsentschädigung für lernende abgelaufen ist. (LINK noch nicht verfügbar)

Weitere Herausforderungen für Ausbildungsbetriebe

  • Betriebliche Bildung im Lehrbetrieb: Die Lehrbetriebe sind verpflichtet, die Schutzmassnahmen gemäss BAG auch für Lernende zu gewährleisten. Sind sie dazu nicht in der Lage, sind die Lernenden nach Hause zu schicken bzw. nach Möglichkeit mit Lernaufträgen ausserhalb des Lehrbetriebs zu beschäftigen. Lernende in Betrieben, die von einer temporären Schliessung betroffen sind, sind weiterhin schulpflichtig. Grundsätzlich dürfen Lernende Home-Office leisten. Die Kontrolle ist durch den Berufsbildner sicherzustellen.
  • Ruhende Lehrverträge: Wo eine Weiterführung der betrieblichen Ausbildung im Moment nicht möglich ist (beispielsweise, wenn ein Geschäft nicht öffnen kann), können die Lehrverträge vorübergehend ruhen. Das heisst für beide Parteien, dass fast alle vertraglichen Verpflichtungen in dieser Zeit nicht eingehalten werden müssen. Die Verpflichtung zur Lohnzahlung ist davon ausgenommen. Ein ruhendes Lehrverhältnis kann sofort und unbürokratisch wieder aktiviert werden, wenn die Situation dies zulässt. Betriebe, die eine Total- oder Teilschliessung vornehmen müssen, werden um eine kurze Mitteilung an lehraufsicht@bs.ch gebeten.