Gärtnermeister beider Basel: Grundsteinlegung für das Bildungszentrum

01.09.2020

Ende August 2020 fand die Grundsteinlegung für das Bildungszentrum des Verbandes Gärtnermeister beider Basel (GmbB) an der Hammerstrasse 25 in Liestal statt. Rund 50 Aktionärinnen und Aktionäre, Partner und Vertreter des Kantons Basel-Landschaft wohnten dem Anlass bei.

Für den Bau und Betrieb des Bildungszentrums ist die Bildungszentrum GmbB AG zuständig. Die Betriebsgesellschaft wurde im März 2019 gegründet. Mehrheitsaktionär ist der GmbB, mitgetragen wird sie von 53 weiteren Aktionärinnen und Aktionären aus der Branche und von ihr nahestehenden Firmen und Organisationen.

historischer tag für die branche

Thomas Jundt, Verwaltungsratspräsident der Bildungszentrum GmbB AG, begrüsste die Anwesenden zu diesem für die Grüne Branche der Region Basel historischen Tag: «Den Vielen, die an das Projekt geglaubt, es unterstützt und sich dafür eingesetzt haben ist es zu verdanken, dass heute aus einer Vision Wirklichkeit wird und wir den Grundstein für unser Bildungszentrum legen können». Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Landschaft, welcher der Branche nicht nur das Land verkauft, sondern darauf auch noch ein unterirdisches Wasserrückhaltebecken betreibt, welches zugleich das Fundament für das Bildungszentrum bildet. «Ende 2020 werden wir Aufrichte feiern können und das QV (ehemals Lehrabschlussprüfungen) 2021 werden wir auf eigenem Grund und Boden durchführen können», fasste Thomas Jundt den weiteren Zeitplan zusammen.

kooperation zwischen verband und kanton

Thomas Schulte, Präsident des GmbB, liess die Vorgeschichte des Projekts Revue passieren. 2013 wurde im Vorstand des Verbandes zum ersten Mal über die Idee gesprochen. Dank guter Beziehungen zu den kantonalen Behörden ist es gelungen, die Idee und die spezielle Form der Kooperation zwischen Verband und Kanton 2016 zu konkretisieren. Als sehr erfreulich bezeichnete Thomas Schulte auch die Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet, welche ebenfalls in einem frühen Stadium die Finanzierung des Projekts zusagte. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war am 31. Januar 2019 die einstimmige Verabschiedung eines substanziellen Kantonsbeitrags durch den Landrat. Die Gründung der Betriebsgesellschaft erfolgte im März 2020. Die Zustimmung der Verbandsmitglieder zum Projekt ist eine tragende Säule des Projekts, eine zweite ist die Bereitschaft einer Vielzahl von Betrieben und Institutionen, es durch die Zeichnung von Aktien aktiv zu unterstützen. «Wichtig war mir von Beginn an, dass Lernende aus verschiedenen Branchen Gelegenheit bekommen, an der Entstehung mitzuwirken und dass das Bildungszentrum auch der Weiterbildung für die gesamte Branche dienen kann. Ich bin stolz, dass jetzt die Realisierung kommt und alle hinter dem Projekt stehen», lautete das Fazit von Thomas Schulte.

lob von kanton basel-landschaft

Pascal Bugmann, Leiter des Amtes für Industrielle Betriebe des Kantons Basel-Landschaft (AIB) betonte die gute Zusammenarbeit und die Kooperation von Kanton und Privaten, die er als wegweisend für die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Privaten bei Bauprojekten in Siedlungsgebieten erachtet. Das bereits fertiggestellte Wasserrückhaltebecken weist mit rund 3’500 m3 eindrückliche Dimensionen auf. «Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, das Becken heute unter fachkundiger Führung durch den Projektleiter Michael Fischer zu besichtigen», lud er die Anwesenden ein und bilanzierte «Unser Projekt ist fertig, ihres beginnt. Ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit».

leuchtturm für die berufsbildung

Jürg Schneider, Leiter der Abteilung Betriebliche Ausbildung bei der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion überbrachte die Glückwünsche von Regierungsrätin Monica Gschwind und Rudolf Mohler, Leiter der Hauptabteilung Berufsbildung und Berufsberatung. «Ich freue mich, den Anfang vom Ende einer Odyssee mitzuerleben», sagte Jürg Schneider. Einer Odyssee, die notwendig war, weil bis jetzt weder die überbetrieblichen Kurse noch das QV (ehemals Lehrabschlussprüfung) an einem «eigenen» Standort durchgeführt werden können. Dies führt zu einem grossen Aufwand für alle Beteiligten und nicht immer optimalen Bedingungen. «Hier entsteht ein weiterer Leuchtturm für die Berufsbildung im Kanton Basel-Landschaft», hielt er fest. «Wir sind stolz, dass dieses Zentrum hier entsteht und freuen uns über das grosse Engagement der Branche. Eine qualitativ gute Berufsbildung ist das wirksamste Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit. Ich bin sicher, dass das Bildungszentrum auch einen positiven Einfluss für die positive Entwicklung der naturnahen Berufe der Grünen Branche haben wird.»