Gastronomie als Bauernopfer einer gescheiterten Lockdown-Strategie

19.03.2021

Der Bundesrat hat heute entschieden, seine Lockdown-Strategie auf unbestimmte Zeit weiterzuführen. Das faktische Arbeitsverbot für Gastronomie, die Eventbranche und weitere Wirtschaftszweige soll weiterhin beibehalten werden. Die negativen Folgen dieser Politik werden ignoriert. Der Gewerbeverband Basel-Stadt fordert ein Ende der bestehenden Lockdown-Strategie und stattdessen gezielte Schutzmassnahmen.

Der Bundesrat hält an seiner bestehenden Lockdown-Strategie fest respektive verschärft diese gegebenenfalls mit weitergehenden Massnahmen sogar noch zu verschärfen. Einzig bei den Treffen im privaten Rahmen ist eine leichte Lockerung vorgesehen. Gänzlich auf der Strecke bleibt nebst der Eventbranche, Fitnesscentern und weiteren Wirtschaftszweigen jedoch einmal mehr das Gastgewerbe, welchem nicht einmal die Terrassenbewirtung zugestanden wird.

Es droht eine gesamtgesellschaftliche Krise

Es ist unbegreiflich, dass sich der Bundesrat in seinem Pandemie-Management einseitig auf die gesundheitliche Ebene der Krise fokussiert. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, finanziellen, aber auch gesundheitlichen Folgekosten der bisherigen Lockdown-Politik des Bundesrates übersteigen die Wirkung einer wiederholten Verlängerung der Lockdown-Massnahmen bei Weitem. Mit dem heutigen Entscheid lässt der Bundesrat Bevölkerung und Wirtschaft für Monate ohne jegliche konkrete Perspektive im Regen stehen.

Bundesrat kommt nicht mehr aus der Lockdown-Spirale heraus

Der Umgang des Bundesrates mit der Corona-Pandemie ähnelt je länger je mehr demjenigen der ominösen Maus vor der Schlange. Ohne klar erkennbares Ziel verzettelt er sich aufgrund von Angstszenarien in Mikromanagementmassnahmen und verliert dabei den Blick für das grosse Ganze. Dabei erhärten vergleichende internationale Studien die Evidenz, dass die Pandemie in den allermeisten Ländern unabhängig der Ausgestaltung von Lockdown-Massnahmen gleich verläuft. Die Lockdown-Strategie als solche muss folglich als gescheitert betrachtet werden.

Gezielte Schutzmassnahmen und zügige Impfstrategie

Ein Blick in die Zahlen zeigt, dass die Durchimpfung der besonders vulnerablen Gruppen glücklicherweise vorankommt. In Kombination mit einer verstärkten Testkadenz sind daher die Öffnung der Restaurants und Fitnesscenter sowie die Abschaffung der Home-Office-Pflicht per sofort unverändert möglich. Die Schutzkonzepte in diesen Branchen funktionieren. Das zeigt nicht zuletzt die Situation in den Hotelrestaurants, in welchen seit Monaten gegessen und getrunken wird, ohne dass diese zum Infektionshotspot wurden.

Der heutige Ausnahmezustand darf nicht zum Dauerzustand verkommen!