Aktuelle Situation

24.06.2021

ÖFFNUNGSSCHRITTE

Der Bundesrat hat per 1. März, 22. März, 19. April, 31. Mai und 26. Juni verschiedene Lockerungen der Corona-Restriktionen vorgenommen. Der nächste Lockerungsschritt folgt voraussichtlich nach den Sommerferien. Weitere Informationen:

Medienmitteilung des Bundesrats vom 23. Juni

Medienmitteilung des Bundesrats vom 26. Mai

Medienmitteilung des Bundesrats vom 14. April

Medienmitteilung des Bundesrats vom 19. März

Medienmitteilung des Bundesrats vom 24. Februar, die Verordnung

RESTRIKTIONEN IN DER GASTRONOMIE

In Restaurants dürfen die Gästegruppen wieder beliebig gross sein. In Innenbereichen gilt jedoch nach wie vor eine Sitzpflicht während der Konsumation. Zudem muss eine Person pro Gruppe ihre Kontaktdaten angeben. Auch die Maske ist weiterhin zu tragen, wenn die Gäste nicht am Tisch sitzen. Sowohl drinnen wie draussen gelten weiterhin die Abstandsregeln zwischen den Gästegruppen.

In Diskotheken und Tanzlokale dürfen wieder öffnen, wenn der Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat beschränkt wird. Es gibt jedoch keine Beschränkung der Gästezahl und auch auf die Erhebung der Kontaktdaten kann verzichtet werden. Zudem entfällt die Maskenpflicht.

REGELN FÜR VERANSTALTUNGEN

Für Veranstaltungen, zu denen der Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat begrenzt ist, gelten neu keine Beschränkungen mehr, auch nicht für Grossveranstaltungen. Es können wieder Veranstaltungen mit mehr als 10’000 Personen stattfinden und die Kapazität kann voll genutzt werden. In einem Schutzkonzept muss unter anderem festgelegt werden, wie der Zutritt auf Personen mit Zertifikat beschränkt wird. Grossveranstaltungen ab 1000 Personen benötigen eine kantonale Bewilligung.

Bei Veranstaltungen ohne Covid-Zertifikat ist die Kapazität der Örtlichkeit auf zwei Drittel begrenzt. Wenn das Publikum sitzt, können maximal 1000 Besucherinnen und Besucher teilnehmen – drinnen wie draussen. Wenn die Menschen stehen oder sich bewegen, dann können drinnen maximal 250 und draussen maximal 500 Besucherinnen und Besucher eingelassen werden. Im Weiteren gelten drinnen eine Maskenpflicht sowie die Beschränkung der Konsumation auf Restaurationsbereiche (Ausnahme: Konsumation am Sitzplatz, sofern die Kontaktdaten erhoben werden). Veranstaltungen und Konzerte, an denen die Besucherinnen und Besucher tanzen, sind ohne Covid-Zertifikat verboten.

An privaten Veranstaltungen können sich weiterhin höchstens 30 Personen in privaten Innenräumen und höchstens 50 Person in Aussenbereichen treffen.

HOMEOFFICE-EMPFEHLUNG

Die Home Office-Pflicht ist aufgehoben und durch eine entsprechende Empfehlung ersetzt. Das Arbeiten vor Ort wird nicht mehr an die Pflicht zum repetitiven Testen gebunden.

Besonders gefährdete Personen werden spezifisch geschützt. Dazu wird das Recht auf Homeoffice oder ein gleichwertiger Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung für besonders gefährdete Personen eingeführt. Für gefährdete Personen in Berufen, in denen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, muss der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

MASKENPFLICHT

Im Freien wird die Maskenpflicht aufgehoben. In Aussenbereichen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen, Freizeitbetrieben, Restaurantterrassen, Bahnhöfen und von Haltestellen müssen demnach keine Masken mehr getragen werden. Drinnen bleibt sie jedoch weitgehend Pflicht. Es gibt jedoch Ausnahmen, beispielsweise am Arbeitsplatz.

MINDESTABSTAND 1.5 METER

Der Mindestabstand zwischen zwei Personen beträgt 1,5 Meter. Wenn die Distanz von 1,5 Metern während mehr als 15 Minuten nicht eingehalten werden kann, besteht ein erhebliches Ansteckungsrisiko. Der Abstand kann weiterhin unterschritten werden, wenn eine Maske getragen wird oder Trennwände vorhanden sind.

QUARANTÄNEREGELN

Eine Person muss sich ab dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person in eine 10-tägige Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann mit Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde vorzeitig beendet werden, wenn die betroffene Person ab dem 7. Tag einen Antigen-Schnelltest oder eine molekularbiologische Analyse (PCR-Test) durchführt und das Resultat negativ ist. Die Testkosten muss die Person selber tragen. Bis zum eigentlichen Ablauf der Quarantäne (10. Tag) muss die Person jederzeit eine Gesichtsmaske tragen und den Abstand von 1.5 Metern gegenüber anderen Personen einhalten, ausser sie hält sich in der eigenen Wohnung oder Unterkunft (z.B. Ferienwohnung, Hotel) auf. Bei einem positiven Test muss sich die Person unverzüglich in Isolation begeben.

Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind Genesene und Geimpft. Für Mitarbeitende von Unternehmen, die über ein Testkonzept verfügen und der vor Ort tätigen Belegschaft mindestens einmal pro Woche Testungen anbieten, entfällt bei ihrer beruflichen Tätigkeit die Kontaktquarantäne ebenfalls.

EINREISE IN DIE SCHWEIZ

Für Einreisen aus dem Schengen-Raum ist die Quarantänepflicht grundsätzlich aufgehoben. Eine Testpflicht besteht nur noch für mit dem Flugzeug einreisende Personen, die nicht geimpft und nicht genesen sind. Die Kontaktdaten werden nur noch bei der Einreise mit dem Flugzeug verlangt. Zudem lockert die Schweiz die noch bestehenden Einreisebeschränkungen für nachweislich geimpfte Drittstaatsangehörige.

Die Liste der Risikoländer und Gebiete enthält nur noch Staaten oder Gebiete, in denen für die Schweiz besorgniserregende Virusvarianten zirkulieren. Geimpfte und genesene Personen aus einem solchen Staat oder Gebiet können ohne Test- und Quarantänepflicht einreisen, solange sicher ist, dass die Impfung einen guten Schutz bietet. Wer weder geimpft noch genesen ist, muss einen negativen PCR-Test oder Antigenschnelltest vorweisen und sich nach der Einreise in Quarantäne begeben. Konkret bedeutet dies, dass geimpfte und genesene Personen auch bei Reisen aus Staaten in denen die Delta-Variante dominiert (etwa Indien oder Grossbritannien), keinen negativen Test vorweisen müssen und auch nach der Einreise keiner Quarantänepflicht unterliegen. Die in der Schweiz eingesetzten Impfungen bieten einen nur leicht reduzierten und damit weiterhin sehr hohen Schutz gegen die Delta-Variante.

MASSENTESTS IN BETRIEBEN

Betriebe, die an Massentestungen in ihren Unternehmen interessiert sind, können sich unter auf der Website des Kantons Basel-Stadt online anmelden. Danach erfolgt eine Einreihung gemäss Einschätzung der Übertragungswahrscheinlichkeit und des Ausbruchsrisikos. Die ersten Betriebe werden in der Woche vom 19. April 2021 kontaktiert und im Detail über das weitere Vorgehen informiert. Der Fokus der Umsetzung richtet sich in einem ersten Schritt auf Betriebe mit erhöhter Übertragungswahrscheinlichkeit oder mit erhöhtem Ausbruchsrisiko (unvermeidbarer enger Kontakt zwischen den Mitarbeitenden), ebenso auf Betrieben mit Kundenkontakt im Dienstleistungssektor. In weiteren Schritten werden Betriebe mit niedriger Übertragungswahrscheinlichkeit und niedrigerem Ausbruchsrisiko aufgenommen.

SCHUTZMASSNAHMEN BAUSTELLEN

Auch nicht-öffentlich zugängliche Betriebe müssen Massnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeitenden umsetzen und einhalten. Dazu gehören Handwerks- und Gewerbebetriebe wie auch Baustellen. Wir haben die wichtigsten Schutzmassnahmen hier für Sie zusammengefasst.

FORDERUNGEN «NACH DER CORONA-KRISE»

Die Wirtschaft benötigt ein klares ordnungspolitisches Konzept, um die Rezession abzufedern. Der Schweizerische Gewerbeverband fordert eine «Agenda for Action», welche die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb stärkt und verbessert und auf unternehmerische Freiheit setzt. Der Gewerbeverband Basel-Stadt unterstützt die «Agenda für Action».