Umsatzverluste für einzelne Branchen

06.10.2021

Erste Echtzeit-Auswertungen zeigen die Folgen der Zertifikatspflicht für die Gastronomie, Hotellerie und Fitnessbranche. Die Umsätze gingen durchschnittlich um 17 Prozent zurück.

Seit dem 13. September 2021 gilt die COVID-Zertifikatspflicht in allen Innenräumen der Gastronomie. Während Gastrosuisse vor Umsatzeinbussen warnte, prognostizierten andere gar steigende Umsätze. Die Diskussion war geprägt von Einzelstimmen. Nach einer Woche zeigte sich, dass die Sorge vor Umsatzeinbussen aufgrund der Einführung der Zertifikatspflicht nicht unbegründet waren. Das beweisen Konsumentenzahlen aus dem Bericht von «Monitoring Consumption Switzerland» der Universität St. Gallen.

In der Woche nach der Einführung der Zertifikatspflicht wurde in der Schweizer Gastronomie 18,9 Millionen Franken weniger ausgegeben. Das entspricht einem Rückgang um 17 Prozent. «Der Knick zeigt den Sondereffekt, den die Einführung des Zertifikats hatte», sagt Matthias Fengler, Professor für Ökonome-trie an der Universität St. Gallen, gegenüber «Tamedia». Mit zwölf Prozent Rückgang sind die Städte weniger stark betroffen als die Agglo (20,8 Prozent) und das Land (28 Prozent). Es wird davon ausgegangen, dass mit länger dauernder Erfahrung und der steigenden Impfquote der Umsatz wieder steigen wird. Auch in der Hotellerie wurde ein ähnlicher Umsatzeinbruch verzeichnet. Ebenso verzeichnete die Fitnessbranche einen Rückgang der Kundschaft.