Zukunft der Arbeit: Wird in Zukunft alles besser?

01.03.2022

Im September letzten Jahres trafen sich im neuen Baloise-Park New Work-Expertinnen und Experten zum Austausch. Auf dem Programm stand nichts Geringeres als die «Zukunft der Arbeit». Die Gastgeberin Baloise stellte die Frage: «Wird in Zukunft alles besser?»

An der Podiumsveranstaltung konnte trotz Einschränkungen wegen der Pandemie auch ein beachtliches Publikum teilnehmen. Der Anlass wurde – ganz im Zeichen der Zeit – hybrid durchgeführt und konnte live auf YouTube verfolgt werden. Deswegen steht die Aufzeichnung auch jetzt noch zur Verfügung und ist auf zielzukunft.ch verlinkt. Für Sie haben wir ein paar bemerkenswerte Aussagen aufbereitet.

Spannende Ausgangslage

Warum ist Employer Branding mehr als Marketing? Was hat Strukturwandel mit Nachhaltigkeit zu tun? Und was machen wir mit unseren Büroräumlichkeiten post-Corona? Mit diesen und weiteren Fragen waren die Gäste auf dem Podium konfrontiert. Zu ihnen gehörten:

  • Elisa Gerten, Doktorandin Uni Basel & Lehrtätigkeit FHNW
  • Nadine Gembler, Leiterin Personal CMS
  • Andreas M. Walker, Zukunftsexperte
  • Stephan Walliser, HR-Leiter der Baloise

Geführt wurde das Gespräch von Dominik Marbet, Head of Public Affairs & Sustainability bei Baloise. Andreas M. Walker eröffnete die Runde mit der Aussage, dass in Zukunft nicht alles besser wird. «Es gibt keinen Grund für Zukunftsoptimismus, aber für Zukunftshoffnung. Wir haben noch nie so viel gewusst; das Wissen war noch nie so transparent.» Nach dieser, für manchen vielleicht etwas gar philosophischen Aussage, könnte man erwarten, dass das Thema zu theoretisch angegangen wurde. Im Gegenteil! Die Runde gab Einblicke in ihren eigenen Alltag und verriet ganz konkrete Herausforderungen.

Ja klar sind die im Bett!

Das Gespräch drehte sich auch um das Dauerthema Home-Office. Hier waren sich die Anwesenden einig, dass es klare Regeln ebenso wie entsprechende Strukturen braucht, sowohl in Bezug auf geeignete Arbeitsmittel wie auch organisatorisch. Eine von den Vorgesetzten vorgelebte Firmenkultur ist der Schlüssel. Das erfordert Mut, Vertrauen und Rücksicht auf Bedürfnisse aller. Nadine Gembler, die auch als Dozentin arbeitet, gab zu, dass sie manchmal die Befürchtung hat, dass ihre Studierenden im Bett liegen während der Zoom-Vorlesung. «Ja klar sind die im Bett!», wurde ihr bestätigt. Aber sie kann stets auf eine aktive Teilnahme am Unterricht vertrauen – alles eine Frage der Gewöhnung. Da laufen eben auch mal Kinder durch den Hintergrund bei einer Video-Konferenz, gab Elisa Gerten zu bedenken. Entscheidend sei, wie die Arbeitgeber mit solchen Situationen umgehen, und wie Arbeitnehmende es schaffen, sich zeitlich und räumlich abzugrenzen – Stichwort ständige Erreichbarkeit.

Ein weiteres Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Unterhaltung zog: Lebenslanges Lernen. Stephan Walliser plädierte dafür, die Neugier der Mitarbeitenden zu fördern. Nicht nur auf Diplome und herkömmliche Weiterbildungen zu setzen, auch wenn dies in der harten Realität des Arbeitsmarktes oft schwierig ist. Lernen müssten auch die Unternehmen, sich neuen Gegebenheiten anpassen. Zukunftsforscher Walker sprach von Joker-Karten, die es zu nutzen gelte: Digitalisierung, aber auch die aktuellen Diversity-Diskussionen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.sun21.ch