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Klybeck

Abstimmung – Nein zur Klybeckinsel-Volksinitiative

Abstimmung – Nein zur Klybeckinsel-Volksinitiative

Die radikale Umnutzung der Klybeck-Insel hätte gravierende Folgen für die Wirtschaft und die Stadtentwicklung. Der Gewerbeverband Basel-Stadt empfiehlt die Klybeckinsel-Initiative zur Ablehnung.

Am 14. Juni 2026 entscheidet die baselstädtische Bevölkerung über die Klybeckinsel-Volksinitiative. Sie fordert eine radikale Umnutzung des Areals in vier Schritten: Zonenänderung in Grünzone, Sanierung industrieller Altlasten, Freilegung des aufgeschütteten Altrheins zur Wiederherstellung einer echten Insel bis 2035 sowie Aufforstung mit einheimischen Bäumen und Sträuchern. Die Massnahmen hätten verheerende wirtschaftliche Konsequenzen.

Verlust von ­Wirtschaftsflächen
Das Gebiet, um welches es geht, besteht heute grösstenteils aus einer Industrie- und Gewerbezone. Durch die geforderte Umzonung in eine Grünzone ginge im Vergleich zur aktuellen Planung viel Potenzial für neue Wirtschaftsflächen verloren. Konkret handelt es sich um rund 15 000 m2 an Arbeits- und Gewerbefläche. Das sind etwa zwei Fussballfelder, die Basel verlieren würde. Zudem gehen 150 000 m2 an Wohnfläche verloren.

Durch den Wegfall der Flächen für Arbeiten und Wohnen entginge der Wirtschaft eine jährliche Wertschöpfung von rund 120 Millionen Franken. Diese Wertschöpfung entspricht der wirtschaftlichen Leistungskraft, die ansässige Unternehmen durch Warenproduktion, Dienstleistungen und Verkauf generiert hätten.

Blockade der Stadtentwicklung und Grossprojekte
Die Initiative betrifft fast alle Grossprojekte in Basel Nord wie die Arealentwicklungen Klybeckquai und klybeckplus, die Hafenbahnverlagerung und neue Rheinbrücken. Ein Ja zur Initiative bedeutet einen Neustart der Planung, dürfte Projekte um Jahre verzögern oder grundsätzlich in Frage stellen und den bisherigen, breit abgestützten Beteiligungsprozess der Bevölkerung aushebeln.

Enorme Kosten und wirtschaftliche Einbussen
Die Umsetzung würde einmalige Kosten von mindestens einer halben Milliarde Franken verursachen, unter anderem für die zwingend notwendige Verlegung der Hafenbahn, Schiffsrochaden und den Umgang mit belastetem Untergrund. Zudem rechnet der Kanton mit einer einmaligen Entwertung von Bauland in Höhe von rund 85 Millionen Franken sowie jährlichen Verlusten von ca. 25 Millionen Franken an Steuereinnahmen und 120 Millionen Franken an wirtschaftlicher Wertschöpfung. Auch hohe Entschädigungszahlungen an die private Grundeigentümerin Rhystadt AG sind möglich.
Der Gewerbeverband Basel Stadt setzt sich für eine urbane, wirtschaftlich tragfähige Stadtentwicklung ein, die Grün, Wohnraum und Arbeitsplätze miteinander verbindet. Deshalb empfiehlt er ein Nein zur Klybeckinsel Volksinitiative.