21.08.2025
Basel2037 ist gestartet – KMU im Fokus
Mit einer Medienkonferenz am Morgen in den Räumlichkeiten der Robert Schweizer AG und einem öffentlichen Eröffnungsanlass am Nachmittag im Parterre Rialto wurde am 21. August der Verein Basel2037 offiziell lanciert. Das Ziel: Basel bis 2037 klimaneutral machen – mit den KMU als Schlüsselakteuren.
Basel hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Netto-Null Treibhausgasemissionen bis 2037. «Das ist ambitioniert, aber machbar – wenn die Wirtschaft mitzieht», betonte Regierungsrat Kaspar Sutter bei der Lancierung des Vereins Basel2037. Die Stimmbevölkerung hatte das ambitionierte Ziel 2022 in die Kantonsverfassung aufgenommen. Nun folgt der nächste Schritt: ein gemeinsames Förderprogramm von Kanton und Gewerbeverband Basel-Stadt, das Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützt.
Für Reto Baumgartner, Direktor des Gewerbeverbands, ist klar: «Ohne die kleinen und mittleren Unternehmen lassen sich die Klimaziele nicht erreichen.» In Basel seien 99 Prozent der Firmen KMU, fast alle über Branchenverbände im Gewerbeverband organisiert. Das mache den Verband zum idealen Partner. Basel2037 biete den Unternehmen Zugang zu Fördergeldern, Beratung und Weiterbildung – unbürokratisch und praxisnah.
Am Vormittag präsentierte Baumgartner an der Medienkonferenz, wie der Gewerbeverband Basel-Stadt das Thema Klimaschutz seit Jahren vorantreibt: vom Klima-Award Basel-Stadt über Mobilitätsseminare bis zu Projekten in der Kreislaufwirtschaft. Basel2037 knüpfe an diese Arbeit an und erweitere sie um gezielte Unterstützungsangebote. «Wer sich frühzeitig klimafit macht, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil», so Baumgartner.
Beim Eröffnungsanlass am Nachmittag zeichnete Celestina Rogers, Co-Geschäftsführerin von Basel2037, live ein Bild der Diskussion zwischen Sutter und Baumgartner. Moderiert von ihrer Co-Geschäftsführerin Michaela Reimann, ging es um die politischen Rahmenbedingungen, die praktische Umsetzung in den Betrieben und die Chancen für die Basler Wirtschaft.
Sutter hob verschiedene Massnahmen des kantonalen Klimaplans hervor – von Gebäudesanierungen bis zu nachhaltiger Mobilität. Baumgartner verwies auf die Möglichkeit, mit Basel2037 für jedes Unternehmen einen individuellen Weg zu Netto-Null zu definieren.
Das Publikum erlebte eine engagierte Diskussion, in welcher Politik und Wirtschaft an einem Strick zogen. Beide waren sich einig: Basel 2037 soll nicht auf dem Papier bleiben, sondern in den Betrieben wirken – damit die Klimaziele nicht nur gesetzt, sondern auch erreicht werden.