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Berufsbildungsfonds wird umgesetzt

Berufsbildungsfonds wird umgesetzt

Der Grosse Rat Basel-Stadt hat eine Motion von Mitte-Grossrat Franz-Xaver Leonhardt zur Einführung eines kantonalen Berufsbildungsfonds überwiesen.

Die duale Berufsbildung gilt als Herzstück der Schweizer Wirtschaft und KMU tragen dieses System mit grossem persönlichem Engagement. Sie bilden aus, begleiten, erklären, korrigieren und investieren somit Zeit, Geld und Verantwortung in die Ausbildung von Fachkräften, welche dringend benötigt werden.

Ungleichgewicht

Während die einen Betriebe sich voll und ganz in der Berufsbildung engagieren, profitieren andere, die selbst keine Lernenden beschäftigen, vom zukünftigen Fachkräfteangebot auf dem Markt. Dies aber, ohne dass sie sich an den Ausbildungskosten beteiligen. Hier besteht ein Ungleichgewicht, das im Kanton ein Problem darstellt.

Basel-Stadt steht nämlich im Hinblick auf den Arbeitskräftemangel vor einer doppelten Herausforderung: Auf der einen Seite sinkt – wie aufgezeigt – die Zahl der Betriebe, die bereit sind auszubilden.

Auf der anderen Seite aber steigt der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften, getrieben durch den Rückzug älterer Jahrgänge aus dem Arbeitsmarkt. KMU sind dringend auf Nachwuchs angewiesen, auf Polymechaniker/-innen, Kaufleute, Coiffeusen, Köche/-innen, Informatiker/-innen: Fachkräfte, die eine Lehre absolviert haben.

Solidarischer Beitrag

Das Prinzip des Berufsbildungsfonds ist einfach: Alle Betriebe mit AHV-pflichtiger Lohnsumme leisten einen solidarischen Beitrag, unabhängig davon, ob sie selbst ausbilden oder nicht. Die Mittel des Fonds sind zweckgebunden und fliessen zurück an jene, die den eigentlichen Aufwand tragen: die Lehrbetriebe. Kleinstbetriebe sind von der Beitragspflicht ausgenommen. Dieser Mechanismus schafft einen Anreiz, Lehrstellen anzubieten.

Bewährtes Modell

Mehrere Kantone führen Berufsbildungsfonds bereits heute mit grossem Erfolg. Der Kanton Basel-Stadt muss also das Rad nicht neu erfinden. Für den Gewerbeverband Basel-Stadt ist die beschlossene Umsetzung überaus erfreulich, denn der Berufsbildungsfonds war ein Anliegen in vielen Mitgliederbranchen.

Der Gewerbeverband Basel-Stadt fordert, dass der Fonds schlank und effizient geführt wird, damit die Mittel dort ankommen, wo sie hingehören: in der Ausbildung.

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