07.05.2026
C-Lounge – Kreislaufwirtschaft als Standortvorteil für Basler KMU
An der C-Lounge in Basel diskutierten Experten und KMU über zirkuläre Geschäftsmodelle, haptisches Design und die wirtschaftliche Relevanz von Kreislaufwirtschaft.
Der Gewerbeverband Basel-Stadt lud am 7. Mai 2026 gemeinsam mit BaselCircular und der Circular Tour de Suisse zum fachlichen Austausch in die Pizzeria Vito am Aeschengraben. Im Zentrum der Veranstaltung unter dem Titel C-Lounge stand die Frage, wie die Kreislaufwirtschaft (KLW) den Sprung von der ökologischen Nische in den unternehmerischen Alltag schafft.
Björn Ischi, Produktdesigner der Designform GmbH, demonstrierte anhand von Praxisbeispielen die Verbindung von Ästhetik und Ressourceneffizienz. Dabei betonte er die Bedeutung der «haptischen Faszination» bei der Entwicklung neuer Produkte.
Rentabilität beachten
Ein Sofa aus 100 Prozent Wertstoffen, dessen Polsterung aus altem Armeematerial besteht, diente als Beleg für die wirtschaftliche Machbarkeit zirkulärer Ansätze. Für Ischi ist Design das Werkzeug, um Lösungen für kommende Generationen zu schaffen, ohne die ökonomische Rentabilität zu vernachlässigen.
Die rund 25 Teilnehmenden beteiligten sich aktiv an einem Workshop zur Vernetzung innerhalb der Basler Wirtschaft. Die Diskussionen verdeutlichten, dass KLW in der Region bereits in verschiedenen Sektoren verankert ist, die Sichtbarkeit der Projekte jedoch erhöht werden muss.
Wertvolle Hinweise aus den Branchen
Eine Vertreterin der Modebranche verwies auf die Notwendigkeit transparenter Lieferketten zur Überprüfung ökologischer Standards. Aus der Floristikbranche kam der Hinweis auf den zunehmenden Druck auf ausländische Zulieferer, Verpackungsmaterialien umweltverträglicher zu gestalten.
Der Konsens der Veranstaltung: KLW muss sich für Unternehmen rechnen. Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung sind direkte Wettbewerbsfaktoren.
Reto Baumgartner, Direktor des Gewerbeverbands Basel-Stadt, unterstrich die Relevanz des Formats: «Diese Veranstaltungen sind wertvoll, um das Netzwerk der Macherinnen und Macher im Bereich KLW in Basel noch stärker zu machen.»