Logo Burger
Inside the longest tunnel through the swiss Alps

ETH bestätigt: Basel braucht den Rheintunnel!

ETH bestätigt: Basel braucht den Rheintunnel!

Basel steht im Stau. Für KMU bedeutet das: verlorene Zeit, höhere Kosten und sinkende Produktivität. Nun bestätigt auch die Wissenschaft, was die Wirtschaft seit Jahren fordert: Der Rheintunnel gehört zu den wichtigsten Verkehrsprojekten der Schweiz.

Am Donnerstag, 9. Oktober 2025, präsentierten Bundesrat Albert Rösti und ETH-Professor Ulrich A. Weidmann in Bern das neue Gutachten «Verkehr 2045». Im Auftrag des Bundes hat die ETH rund 500 Projekte auf Strasse, Schiene und im Agglomerationsverkehr nach einem einheitlichen Raster analysiert und bewertet. Entscheidend war, welche Vorhaben das Verkehrssystem am stärksten verbessern – etwa durch weniger Staus, dichtere Takte, höhere Sicherheit oder bessere Umweltverträglichkeit.

Berücksichtigt wurden zudem strategische Kriterien: Welche Projekte sind international relevant, wo drohen Engpässe, und wie fügen sie sich in die langfristige Planung ein? Auch kostengünstigere Alternativen – etwa moderne Signaltechnik oder Zusatzspuren auf bestehenden Strassen – wurden geprüft.

Am Ende ordnete das ETH-Team alle Projekte in sechs Prioritätsstufen ein. Damit liegt erstmals eine wissenschaftlich fundierte Rangordnung über alle Verkehrsträger hinweg vor.

Rheintunnel erhält höchste Priorität

In der Nordwestschweiz erhält der Rheintunnel bei Basel erneut Priorität 1. Laut ETH-Gutachten soll der unterirdische Autobahntunnel den Fernverkehr vom Stadtverkehr trennen und damit die dringend benötigten Kapazitäten schaffen. Das Projekt gilt als zentral, um Basel langfristig vom täglichen Verkehrschaos zu entlasten.

Weidmann betonte, das Vorhaben habe «eine überregionale Bedeutung» und sei eines der dringlichsten Infrastrukturprojekte der Schweiz. Auch der Zubringer Bachgraben – Allschwil wurde im Agglomerationsprogramm unter der Annahme eines Rheintunnels hoch priorisiert. Ohne Rheintunnel müsste diese Einstufung neu geprüft werden – ein weiteres Indiz, wie stark die regionale Verkehrsentwicklung vom Tunnel abhängt.

Bundesrat legt weiteres Vorgehen fest

Der Bundesrat will die nächsten Ausbauschritte für Strasse, Bahn und Agglomerationsverkehr gebündelt planen. Bis Ende Januar 2026 soll das UVEK konkrete Projekte vorschlagen, die in den Ausbauschritt 2027 aufgenommen werden.

Für den Rheintunnel heisst das: Er bleibt Teil der nationalen Planung – laut ETH-Gutachten soll der Tunnel spätestens nach 2045 gebaut werden solle, bei ausreichender Finanzierung aber auch früher.

Petition «Schluss mit Stau!» stärkt Unterstützung in Bern

Trotz klarer Fakten ist politisch bislang wenig passiert. Der Volksentscheid aus Basel-Stadt hatte das Projekt zwar gestoppt, doch die neue ETH-Bewertung zeigt: Das war ein strategischer Fehler. Der Rheintunnel ist kein Luxusprojekt, sondern eine Voraussetzung, damit der Wirtschaftsraum Basel funktioniert.

Mit der Petition «Schluss mit Stau! » setzt der Gewerbeverband Basel-Stadt gemeinsam mit elf Wirtschafts- und Verkehrsverbänden ein deutliches Zeichen Richtung Bundesbern. Ziel ist es, die politische Unterstützung für den Rheintunnel zu stärken und zu zeigen, dass Wirtschaft und Bevölkerung hinter dem Projekt stehen.

Der Rheintunnel ist ein Schlüsselprojekt für die Zukunft des Standorts Basel. Nur mit einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur bleibt die Stadt attraktiv für Unternehmen, Beschäftigte sowie Kundinnen und Kunden gleichermassen.

Zum Gutachten Verkehr ’45

 

Diese Petition wurde lanciert von: