26.05.2026
Abstimmung – Ja zum Herzstück
Basel muss beim Bahnausbau gemeinsam mit dem Bund auf Kurs bleiben – im Interesse einer starken regionalen Wirtschaft.
Am 14. Juni 2026 stimmt Basel-Stadt über den Grossratsbeschluss vom 7. Januar 2026 zur Finanzierung der weiteren Arbeit im Zusammenhang mit dem Herzstück und dem Bahnknoten Basel ab. Konkret geht es um einen Planungs- und Lobbyingkredit von 3,59 Millionen Franken für die Weiterplanung des Bahnknotens sowie für die Interessenvertretung gegenüber dem Bund zugunsten einer Durchmesserlinie – der schlankeren Variante des Herzstücks. Gegen diesen Entscheid hat die Partei der Arbeit das Referendum ergriffen, weswegen nun darüber abgestimmt wird.
Wichtig: Es geht nicht um einen Baubeschluss. Über die Realisierung der Durchmesserlinie entscheidet der Bund und er finanziert sie auch. Mit dem Kredit finanziert der Kanton Basel-Stadt lediglich Vorarbeiten und die Interessenvertretung gegenüber dem Bund, damit das Projekt im nationalen Bahnausbau weiterverfolgt werden kann. Ein Nein wäre deswegen ein schlechtes Signal für Basel.
Warum es ein Ja braucht
Die Durchmesserlinie zwischen Basel SBB und Badischem Bahnhof macht aus der heutigen S-Bahn ein zusammenhängendes Netz. Züge aus dem Birsigtal, dem Ergolztal und dem Fricktal können ohne Richtungswechsel durch Basel weiterfahren – etwa ins Wiesental oder an den Hochrhein. Das verkürzt Reisezeiten, verbessert Anschlüsse und entlastet das bestehende System für die gesamte Agglomeration.
Die Durchmesserlinie ist realistisch und schrittweise umsetzbar. Sie bringt früher mehr Kapazität auf der Bahn und verbessert das Angebot, ohne den grossen finanziellen und planerischen Aufwand eines vollständigen Herzstücks. Genau deshalb ist sie der pragmatische Weg für Basel.
Wirtschaft stärken
Eine leistungsfähige Bahninfrastruktur ist zentral für die Wirtschaftsregion Basel. Sie sichert Arbeitsplätze, stärkt die Standortattraktivität, verbessert die Logistik und bringt einen volkswirtschaftlichen Nutzen von bis zu zwei Milliarden Franken pro Jahr.
Versorgung sichern
Der Bahnknoten Basel gehört zu den wichtigsten Verkehrsdrehscheiben der Schweiz und ist zugleich ein zentrales Tor nach Europa. Heute teilen sich S-Bahn, Fern- und Güterverkehr vielerorts dieselben Gleise. Das führt zu Engpässen und Verspätungen. Die Durchmesserlinie stärkt den Bahnknoten Basel als Rückgrat der trinationalen S-Bahn. Sie schafft zusätzliche Kapazität, verbindet die Agglomeration direkter und zuverlässiger und entlastet damit auch den Personen- und Güterverkehr.