Stellenmeldepflicht um fünf Berufsarten erweitert

01.02.2022

2022 fallen laut Bund fünf weitere Berufsarten unter die Stellenmeldepflicht. Es handelt sich um Berufe, in denen die Arbeitslosenquote mehr als fünf Prozent beträgt.

Verkaufskräfte in Handelsgeschäften, Fachkräfte in Marketing und Werbung, Grafik- und Multimediadesigner/innen, Lackierer/innen und Reiseverkehrsfachkräfte: Diese Berufsarten fallen neu unter die Stellenmeldepflicht des Bundes. Insgesamt werden in den betroffenen Berufen rund 213’000 Mitarbeitende beschäftigt.

Das Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hat die entsprechende aktualisierte Liste der meldepflichtigen Berufsarten für das Jahr 2022 bestätigt. Als Grundlage für die Umsetzung der Stellenmeldepflicht umfasst diese Liste sämtliche Berufsarten ab einer Arbeitslosenquote von 5 Prozent und mehr, wie das WBF mitteilt. Die Liste ist am 1. Januar 2022 in Kraft getreten. Die mit Abstand grösste neu meldepflichtige Berufsart bilden die Verkaufskräfte in Handelsgeschäften (ca. 158’000 Erwerbstätige). Hier liegt die Arbeitslosenquote bei 5,3 Prozent.

Das WBF aktualisiert die Liste der meldepflichtigen Berufsarten jeweils im vierten Quartal eines Jahres. Die Liste wird in einer Verordnung des WBF publiziert und gilt für die Dauer vom 1. Januar bis 31. Dezember des nachfolgenden Jahres, wie das WBF mitteilt.

«Für die Unterstellung von Berufsarten unter die Stellenmeldepflicht gilt als einziges Kriterium die Arbeitslosenquote in einer Berufsart. Die Quoten werden gesamtschweizerisch und anhand des Durchschnitts über zwölf Monate in Berufsarten gemäss der Schweizerischen Berufsnomenklatur des Bundesamtes für Statistik (BFS) berechnet», heisst es in der Medienmitteilung.

Bereits die Liste 2021 habe den Anstieg der Arbeitslosenquote im Zuge der Covid-19-Pandemie widerspiegelt. Aufgrund dieses Anstiegs der Arbeitslosigkeit sei die Zahl der Berufsarten, welche den Schwellenwert für die Stellenmeldepflicht von 5 Prozent erreichen oder überschreiten, im Jahr 2022 nochmals etwas angestiegen, schreibt das WBF.