30.01.2026
Verkehr 45: Die Region Basel braucht früher Entlastung
Ende Januar hat das UVEK die Eckwerte zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 festgelegt. Der Rheintunnel, das dringend notwendige Entlastungsprojekt für die Region Basel, wurde in den Realisierungshorizont 2045 aufgenommen. Bis 2045 wird die Region jedoch vor grosse Herausforderungen gestellt. Deshalb fordern zwölf Wirtschafts- und Verkehrsverbände eine schnellere Realisierung des Rheintunnels inkl. flankierenden Massnahmen für die Bevölkerung.
Die Strasse ist der Verkehrsträger Nummer eins. Seit Jahren steigen die Verkehrszahlen und betrugen im letzten Jahr 2025 wieder weit über 90’000 Mio. Personenkilometer. Die Strasse und der MIV sind mit über 70% das meistgenutzte Transportmittel. Auch der Güterverkehr setzt vermehrt auf die Strasse und 16’500 Mio. Tonnenkilometer wurden so zurückgelegt. Da erstaunt es doch sehr, dass in der Region Basel die Entwicklung der Strasseninfrastruktur weitere Jahrzehnte aufgeschoben wird. Das trinationale Strassennetz mit Nadelöhr Osttangente muss zügiger entlastet werden! Denn jeden Tag steht die ganze Region im Stau. Zwölf Wirtschafts- und Verkehrsverbände haben darum im Jahr 2025 gemeinsam mit den Quartiervereinen in der Breite und im Oberen Kleinbasel eine Petition lanciert, die sie zu Beginn des Jahres 2026 den Parlamenten in Basel-Stadt und Basel-Landschaft eingereicht haben. «Wir brauchen endlich Entlastung!», so die Forderung der 2100 Unterzeichnenden. Denn der Region steht mit den Bauarbeiten und der sanierungsbedürftigen Osttangente das Schlimmste noch bevor. Die Komplettsanierung einer der meistbefahrenen Autobahnabschnitte der Schweiz, gleicht einer Operation am offenen Herzen und wird nicht ohne schmerzliche Auswirkungen vonstattengehen. Mehrere Jahre ist mit enormem Ausweichverkehr in die Stadt Basel und die Agglomerationsgemeinden zu rechnen, es drohen Sperrungen und Spurverengungen, die bei heutiger Kapazität kaum aufzunehmen sind.
Die zwölf Wirtschafts- und Verkehrsverbände fordern die beiden Kantone deshalb auf, sich für schnellere Realisierung einzusetzen zur Entlastung zu prüfen. Die ETH-Studie, die als Grundlage dient, hatte dem Rheintunnel oberste Priorität eingeräumt. Das Projekt ist fertig und realisierbar. Die Verbände fordern darum den Bund und die Region auf, endlich zu handeln.